White-Label-Entwicklung für Agenturen: Von der Spezifikation zur DSGVO-konformen, update-sicheren Extension

08.02.2026
Dieser Beitrag zeigt, wie Marketing-, Design- und Werbeagenturen mit einem spezialisierten White-Label-Partner maßgeschneiderte Extensions für Shopware, WooCommerce, Magento und TYPO3 planbar realisieren. Ausgangspunkt ist ein belastbares Briefing mit klaren User Stories und Akzeptanzkriterien; Machbarkeit wird per Tech-Spike geprüft, anschließend erfolgt eine transparente Aufwandsschätzung und agile Umsetzung (Abrechnung auf Stundenbasis: 95 € Entwicklung, 105 € Beratung). Qualität, Performance (Core Web Vitals), Sicherheit und Update-Fähigkeit werden durch Tests, Code-Reviews und saubere Architektur gewährleistet; Compliance nach DSGVO/TTDSG, BITV 2.0 und GoBD ist integraler Bestandteil. Abschließend beleuchten wir Übergabe, Dokumentation, Schulungen, Betriebsmodelle und SLAs sowie eine praxisnahe Checkliste – fokussiert auf Projekte in Deutschland und strikt white-label.

Damit Ihre Erweiterung für Shopware, WooCommerce, Magento oder TYPO3 planbar, update‑sicher und DSGVO‑konform entsteht, starten wir gemeinsam mit einem sauberen Briefing. Wir arbeiten strikt white‑label, sodass Sie als Agentur die alleinige Kundenschnittstelle bleiben. Unser Briefing-Template führt strukturiert durch alle relevanten Punkte:

  • Projektkontext und Ziele

    • Geschäftsziele (z. B. Conversion-Steigerung, Prozessautomatisierung, Reduzierung manueller Aufwände)
    • Zielsystem(e) und Version(en): Shopware 6, WooCommerce, Magento 2, TYPO3 (z. B. v11/12)
    • Zielgruppen/Rollen: Shopmanager, Redakteure, Kundendienst, Endkundinnen/Endkunden
  • Fachliche Anforderungen in User Stories

    • Beispiel Shopware: „Als Shopmanager möchte ich individualisierte Bundle‑Preise definieren können, damit Sonderaktionen ohne manuelle Preislisten möglich sind.“
    • Beispiel WooCommerce: „Als Kundin möchte ich im Checkout ab einem Warenwert X eine Geschenkoption wählen können, damit ich Bestellungen personalisieren kann.“
    • Beispiel Magento: „Als Lagerteam möchte ich Retourenstatus automatisiert mit dem ERP synchronisieren, damit Bestände stets aktuell sind.“
    • Beispiel TYPO3: „Als Redakteur möchte ich Produkt‑Teaser via Content‑Element pflegen, damit Marketingkampagnen ohne Entwicklerhilfe publiziert werden.“
  • Akzeptanzkriterien (klar mess- und testbar)

    • „Gegeben ein Bundle mit drei Artikeln, wenn der Kunde alle drei in den Warenkorb legt, dann wird Preisregel Y angewendet.“
    • „Wenn kein Consent für Marketing‑Cookies erteilt wurde, dann werden Tracking‑Skripte nicht geladen (TTDSG‑konform).“
    • „Die Extension ist mit Shopware 6.5/6.6 lauffähig; bei deaktivierter Extension bleibt der Shop stabil.“
  • Nicht‑funktionale Anforderungen

    • Performance: Einhaltung von Core Web Vitals (LCP, CLS, INP) durch effizientes Rendering, Caching und schlanke Assets
    • Sicherheit: Berechtigungskonzepte (Rechte-/Rollenmodelle), Eingabesanitierung, CSRF‑Schutz, sichere Speicherung sensibler Daten
    • Barrierefreiheit: Umsetzung nach BITV 2.0/WCAG 2.1 AA, z. B. Tastaturbedienbarkeit, ARIA‑Attribute, Kontraste
    • Internationalisierung: Mehrsprachigkeit, Währungs-/Steuerlogik
    • Update‑Sicherheit: Nutzung von Hooks/Events/Observern/Filter statt Core‑Hacks; klare Dependenzen via Composer/NPM
  • Datenflüsse und Integrationen

    • ERP/PIM: Produkt‑, Bestands‑, Preis‑ und Medien‑Sync
    • Payment: z. B. Klarna, PayPal, Stripe, PSP‑spezifische Webhooks, PSD2/SCA
    • Versand: DHL, DPD, Hermes, Sendungsverfolgung, Label‑Erzeugung
  • Rechtliches und Datenschutz (Deutschland/EU)

    • DSGVO/TTDSG‑Anforderungen: Datensparsamkeit, Consent‑Handling, Lösch-/Exportpfade
    • GoBD‑relevante Schnittstellen: revisionssichere Exporte/Protokolle
    • Verantwortlichkeiten (keine Rechtsberatung; Umsetzung nach Ihren Vorgaben und Best Practices)

Dieses Briefing bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte und reduziert Missverständnisse sowie teure Schleifen erheblich. Wenn Sie bereits ein eigenes Template nutzen, adaptieren wir es oder ergänzen es modular.

2) Von der Machbarkeit zur belastbaren Aufwandsschätzung: Tech‑Spike, Risiken, Budgetrahmen

Bevor wir schätzen, prüfen wir die Machbarkeit in einem schlanken Tech‑Spike. Ziel ist, technische Unwägbarkeiten frühzeitig zu klären:

  • Analyse der Systemarchitektur: Welche Hooks/Events/Observer stehen in Shopware, WooCommerce, Magento, TYPO3 zur Verfügung? Sind REST/GraphQL‑APIs oder Webhooks ausreichend?
  • Proof of Concept: Kleiner Prototyp in separatem Branch, um kritische Pfade (z. B. Checkout‑Eingriffe, ERP‑Sync) früh zu validieren.
  • Integrations‑Check: Authentifizierung (OAuth2/Token), Rate Limits, Idempotenz, Retry‑Strategien, Fehlercodes, Timeouts und Fallbacks der Drittanbieter.
  • Update‑Pflege: Kompatibilitätsmatrix (z. B. Shopware 6.5/6.6), Abhängigkeiten, Migrationsbedarf.
  • Sicherheits- und Datenschutz‑Einfluss: Minimierung personenbezogener Daten, Pseudonymisierung/Anonymisierung, Logging‑Konzept.

Auf dieser Basis erhalten Sie eine transparente Aufwandsschätzung mit Budgetrahmen:

  • Stundensätze: 95 € pro Entwicklerstunde, 105 € pro Beraterstunde (Abrechnung auf Stundenbasis).
  • Aufwand pro Arbeitspaket: Backlog‑Items werden geschätzt (z. B. T‑Shirt‑Sizes → Stunden) und priorisiert.
  • Budgetrahmen: Wir schlagen einen initialen Sprint‑Scope vor (z. B. 1–2 Sprints), definieren „Must‑haves“ vs. „Should‑haves“ und markieren Risiken.
  • Planung und Reporting: Burn‑Down/Burn‑Up, Time‑Tracking nach Aufgaben, wöchentliche Statusberichte. Sie haben jederzeit Einblick in Fortschritt und Kosten.

Die Schätzung ist keine Blackbox: Wir zeigen offen, welche Annahmen zugrunde liegen, welche Alternativen bestehen und wie wir Unsicherheiten mit Spikes oder Feature‑Flags abfedern. So bleibt Ihr Projekt kalkulierbar und die Time‑to‑Market planbar – auch wenn wir nur ein Teilprojekt für Ihr internes Dev‑Team übernehmen.

3) Agil zur marktreifen Extension: Sprints, Demos, QA, Performance- und Sicherheitsleitlinien

Wir arbeiten iterativ in kurzen Sprints (typisch 1–2 Wochen) – vollständig white‑label, damit Sie das Ergebnis unter Ihrem Namen präsentieren können.

  • Sprint‑Rhythmus

    • Sprint Planning: Abgleich Ziele, Prioritäten, Akzeptanzkriterien
    • Daily Sync (falls gewünscht), wöchentliche Statusupdates
    • Sprint Review/Demo: Funktionsdemonstration mit Ihrem Team, frühes Feedback
    • Sprint Retrospektive: Kontinuierliche Verbesserung von Zusammenarbeit, Tooling, Qualität
  • Qualitätssicherung

    • Code‑Reviews (Vier‑Augen‑Prinzip), statische Analyse, Linting
    • Testpyramide: Unit‑Tests, Integrations‑Tests, E2E‑Tests (z. B. Playwright/Cypress)
    • Testdaten- und Fixture‑Management, Mocking externer Dienste
    • Manuelle QA gegen Akzeptanzkriterien, Cross‑Browser‑/Device‑Checks
  • Performance nach Core Web Vitals

    • LCP: Bildoptimierung, moderne Formate (AVIF/WebP), Server‑seitiges Rendering/Caching
    • CLS: Stabile Layouts, reservierte Platzhalter, keine späten Layout‑Shifts
    • INP: Debouncing/Throttling, Code‑Splitting, möglichst wenig Render‑Blocker
  • Sicherheitsleitlinien

    • Rechte-/Rollenmodelle: Least‑Privilege, getrennte Admin‑Capabilities je Extension‑Feature
    • Eingabesicherheit: Validierung/Sanitierung, Prepared Statements/ORM, CSRF‑Tokens, Nonces
    • Geheimnisse: sichere Konfiguration (ENV/Secrets), keine Secrets im Repo
    • Protokollierung/Audit: revisionssichere Logs für GoBD‑relevante Ereignisse
  • Update‑Sicherheit durch Architektur

    • Keine Core‑Hacks: ausschließlich Events/Hooks/Observer, DI/Services, Plugins/Extensions
    • Saubere Modularisierung: Domain‑Logik entkoppelt von Framework‑Details
    • Versionierung von Abhängigkeiten: Composer/npm mit Sperrlisten und Renovate/Dependabot
    • Feature‑Flags, Migrationsskripte und Fallbacks für neue Hauptversionen
  • Versionierung & CI/CD

    • Git‑Workflow (z. B. GitFlow oder Trunk‑based), konventionelle Commits, SemVer
    • CI‑Pipelines: Build/Tests/Linting/SCA, Artefakt‑Packaging pro Tag/Release
    • Staging‑Umgebungen: Datenmaskierung, realitätsnahe Testdaten, UAT
    • Deployments mit Rollback‑Strategie: Blue‑Green/Canary, schneller Versions‑Revert
    • Changelogs, Release‑Notes und Kompatibilitätsangaben je Systemversion

So erreichen wir planbare Inkremente, die sofort nutzbar sind – und bleiben zugleich flexibel für Feedback aus Vertrieb, Design und Kundenteams.

4) Compliance, Integrationen und Betrieb in Deutschland: DSGVO/TTDSG, BITV 2.0, GoBD und mehr

Compliance ist kein Add‑on, sondern Bestandteil der Architektur – speziell für den deutschen Markt.

  • Datenschutz und TTDSG

    • Consent‑Management: Events und Skripte werden nur nach Einwilligung geladen; Zustände sind transparent kontrollierbar.
    • Datensparsamkeit: Erhebung personenbezogener Daten nur, wenn zwingend erforderlich; klare Lösch-/Exportpfade.
    • Auftragsverarbeitung: Technische und organisatorische Maßnahmen nach Ihren Vorgaben; Hosting/Verarbeitung innerhalb der EU/Deutschland, sofern erforderlich.
  • BITV 2.0/WCAG 2.1 AA

    • Bedienbarkeit via Tastatur, Fokus‑Management, sinnvolle ARIA‑Rollen
    • Kontraste, skalierbare Schriften, verständliche Fehlermeldungen
    • Barrierefreie Formulare und Komponenten – auch innerhalb der CMS/Shop‑Backends, soweit erweiterbar
  • GoBD‑relevante Schnittstellen

    • Revisionssichere Exporte, lückenlose Protokollierung von geschäftsrelevanten Ereignissen
    • Zeitstempelung, Unveränderlichkeit (Write‑Once‑Konzepte, Hash‑Ketten, je nach System)
    • Saubere Übergaben an ERP/FiBu, inkl. Fehler- und Retry‑Handling
  • Integrationen: ERP/PIM/Payment/Versand

    • Stabilität: Idempotente Endpunkte, Retry‑Strategien mit Exponential Backoff, Circuit Breaker
    • Datenmodell: Eindeutige IDs, Mappings, Konfliktauflösung, Delta‑Sync vs. Vollabgleich
    • Payment/Checkout: PSD2/SCA‑Flows, Webhook‑Sicherheit (Signaturen), Timeout‑Resilienz
    • Versand: Label‑Erzeugung, Tracking‑Updates, Adressvalidierung, Zollfelder (bei Ausland)
  • Betrieb/Observability

    • Monitoring/Alerting: Metriken (Fehlerquoten, Latenzen), Log‑Aggregation, Dashboards
    • Wartungsfenster, Incident‑Prozesse, klare Eskalationspfade
    • Kapazitätsplanung und Performance‑Budgets pro Release

Hinweis: Wir setzen Best Practices um und beraten technisch-organisatorisch; rechtliche Prüfungen und finalen Compliance‑Entscheid treffen Sie bzw. Ihre Rechtsabteilung.

5) Übergabe, Dokumentation, Schulung – und die Modelle für Betrieb, Marketplace & SLAs

Zum Projektabschluss übergeben wir Ihnen eine wartbare, nachvollziehbar dokumentierte Extension – strikt white‑label, für Ihre Endkundschaft nicht als externe Leistung erkennbar.

  • Dokumentation & Schulung

    • Entwicklerdoku: Architekturentscheidungen, Modulstruktur, Public APIs, Events/Hooks, Migrationspfade
    • Admin-/Redaktionshandbuch: Konfiguration, Rollen/Rechte, Workflows, Troubleshooting
    • Schulungen/Trainings für Ihr Team (Remote/On‑Site), Screencasts und Snippets
  • Übergabemodelle

    • Code‑Ownership: Auf Wunsch vollständige Übertragung in Ihr Repo inkl. CI‑Pipelines
    • Marketplace‑Submission:
    • Shopware Store: Paketierung, Kompatibilitätsangaben, Lizenzierung, QA‑Kriterien
    • WooCommerce/WordPress: Readme‑Standards, i18n, Security‑Review, Update‑Mechanismen
    • Magento Marketplace: Qualitätsscan, Packaging, Abhängigkeitsprüfung
    • TYPO3 TER: Extension‑Keys, Versionskompatibilität, TER‑Richtlinien
    • Wartung & SLAs: Sicherheitsupdates, Versionspflege (z. B. Shopware 6.6, Magento Minor‑Releases), Reaktionszeiten, definierte Service‑Fenster
  • Transparenz in der Abrechnung

    • Arbeiten auf Stundenbasis mit 95 € (Entwicklung) und 105 € (Beratung)
    • Detailliertes Reporting je Task/Sprint, klare Ausweisungen von Spike‑/QA‑Anteilen
    • Flexible Zusammenarbeit: Komplettprojekte oder Teilprojekte zur Entlastung Ihres In‑House‑Teams
    • Rein Deutschland‑fokussiert – Prozesse, Compliance und Kommunikation passgenau für den hiesigen Markt

Zum Abschluss stellen wir sicher, dass Ihr Agenturteam eigenständig mit der Extension arbeiten kann. Je nach Wunsch begleiten wir den Betrieb langfristig oder stehen on‑demand für Erweiterungen bereit.

Praxisnahe Checkliste für Agenturen: Risiken minimieren, Time‑to‑Market verkürzen

  • Ziele schärfen

    • Business‑Ziel und KPIs definieren (z. B. +X % Conversion, −Y % manueller Aufwand)
    • Zielsystem und Version klären (Shopware/WooCommerce/Magento/TYPO3 inkl. Kompatibilität)
  • Anforderungen sauber erfassen

    • User Stories mit eindeutigen Akzeptanzkriterien formulieren
    • Nicht‑funktionale Anforderungen (Performance, Sicherheit, Barrierefreiheit, Update‑Sicherheit) festhalten
    • Datenflüsse/Integrationen (ERP/PIM/Payment/Versand) grob skizzieren
  • Früh Risiken reduzieren

    • Tech‑Spike für unsichere Pfade einplanen
    • API‑Limits, Auth‑Verfahren, Webhooks und Fehlerfälle vorab prüfen
    • Datenschutz‑Implikationen (DSGVO/TTDSG) und GoBD‑Bedarf grob bewerten
  • Realistisch planen

    • Aufwandsschätzung mit Stundensätzen 95 € (Dev) / 105 € (Beratung) und einem initialen Budgetrahmen einholen
    • Must‑haves/Should‑haves priorisieren; Feature‑Flags für spätere Aktivierung vorsehen
    • Zeit für QA, Demos, UAT und Accessibility‑Checks reservieren
  • Update‑Sicherheit fest verankern

    • Events/Hooks statt Core‑Hacks verlangen
    • Kompatibilitätsmatrix und Migrationsstrategie pro Zielsystem fordern
    • Abhängigkeiten versionieren und automatisierte Sicherheits‑Scans nutzen
  • Qualität und Performance absichern

    • Testpyramide vereinbaren (Unit/Integration/E2E), definierte Abdeckungsziele
    • Core Web Vitals als Performance‑Budget festlegen
    • Code‑Reviews und automatisierte CI‑Checks verpflichtend machen
  • Compliance strukturieren

    • Consent‑Handling, Lösch-/Exportprozesse, Logging‑Konzept definieren
    • BITV‑2.0‑Anforderungen in Design/Umsetzung integrieren
    • GoBD‑relevante Exporte/Protokolle spezifizieren
  • Deployment reibungslos gestalten

    • Staging mit realistischen (maskierten) Daten nutzen
    • Rollback‑Strategie und Changelogs vor jedem Go‑Live prüfen
    • Monitoring/Alerting und Incident‑Prozesse aufsetzen
  • Übergabe nachhaltig planen

    • Vollständige Doku, Schulung und Code‑Ownership sicherstellen
    • Marketplace‑Kriterien (falls relevant) vor Einreichung gegenprüfen
    • Wartungs- und SLA‑Modell vereinbaren

Mit diesem Vorgehen realisieren Sie zusammen mit JAR Media maßgeschneiderte, update‑sichere und DSGVO‑konforme Extensions – schnell, transparent und verlässlich, strikt white‑label und optimiert für den deutschen Markt.

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