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September 2015

EU-Cookie-Richtlinien
Worauf Webseitenbetreiber dringend achten sollten!

Die EU-Cookie-Richtlinie, ein Thema welches momentan immer mal wieder durch die Medien geistert. Aber so recht weiß niemand etwas damit anzufangen – Deshalb schauen wir uns die Sache einmal genauer an.

Zunächst sollten wir klären, was Cookies sind und wo diese eingesetzt werden?

Bei Cookies handelt es sich um kleine Textdateien welche Informationen des Webseitenbesuchers auf der Festplatte des Computers abspeichern.

Kurze Erklärung:

Stellen Sie sich vor, Sie besuchen unsere Webseite unter https://jar.media. So werden direkt beim ersten Aufrufen der Seite Cookies auf Ihrem Computer abgespeichert. Bei einem nächsten Besuch erkennt die Webseite Sie aufgrund der schon abgespeicherten Textdateien sofort wieder.

Was ist die EU-Cookie-Richtlinie?

Die EU-Cookie-Richtlinie, häufig auch E-Privacy-Richtlinie genannt, ist keine Neuerung, sondern schon seit einigen Jahren im europäischen Raum festgelegt. Der Hauptgedanke besteht darin, dass die Privatsphäre der Nutzer im Umgang mit elektronischen Medien geschützt wird. Im Vordergrund stehen dabei personenbezogene Daten. Es dürfen nur Cookies bei Nutzern eingesetzt werden, welche der Verarbeitung ihrer Daten ausdrücklich zustimmen. Allerdings bedarf es keiner Zustimmung des Webseitenbesuchers, wenn der Cookie technisch erforderlich ist, um den jeweiligen Dienst zu erbringen und der Nutzer diesen ausdrücklich gewünscht hat (z.B. beim Einsatz von Cookies für den Warenkorb eines Web-Shops).

Die Cookie-Richtlinie ist nach der Regelungssystematik der EU kein Gesetz welches den Bürger direkt betrifft. Deshalb muss jedes Land selbst diese Regelung nach bestimmten Vorgaben in ihre nationalen Gesetze übernehmen. Die Cookie-Richtlinien können deshalb von Land zu Land relativ unterschiedlich ausfallen, da es hierbei einen gewissen Umsetzungsspielraum für die EU-Staaten gibt. Im Juli dieses Jahres wurde entschieden, dass bis 2017 alle Mitgliedsstaaten die EU-Cookie-Richtlinie umzusetzen haben.

Einige Länder haben diese schon in ihre Gesetze übernommen, andere wiederrum noch nicht, wie Deutschland beispielsweise. Nun mag es für den ein oder anderen Webseiten- und Shop-Betreiber womöglich so klingen, als ob diese Regelung für sie nicht von Bedeutung wäre. Das stimmt im Großen und Ganzen auch. Wir empfehlen Ihnen aber ganz klar, sich dennoch an diese Regelungen zu halten und ggf. einen Anwalt für Medienrechte diesbezüglich zu kontaktieren.

Was können Sie tun, um eine Webseite Richtlinienkonform zu gestalten?

Im Grunde ist es ganz einfach. Bei allen oben genannten Lösungen sollte die Webseite, vor der eigentlichen Zustimmung des Users, frei von Cookies sein da er der Nutzung erst einmal zustimmen muss.

Webseitenbesucher sollten direkt beim Aufrufen der Seite, egal ob Haupt- oder Unterseite, über die Nutzung und Speicherung von Cookies informiert werden. Aber auch darüber, dass er diese Speicherung von Daten verweigern kann. Wo genau dieser Hinweis zu platzieren ist, wird nicht klar geregelt. Am einfachsten ist es allerdings den Cookie-Hinweis direkt im oberen Bereich einer Webseite zu integrieren oder diesen als Pop-up-Fenster im unteren Bereich anzeigen zu lassen. Der Besucher sollte durch eine sogenannte opt-in-Lösung ein Häkchen für die explizite Nutzung von Cookies setzen können.

In einigen Ländern wird die opt-out-Lösung genutzt. Hier muss der Webseitenbesucher das Häkchen nicht setzen, sondern ein bestehendes entfernen um die Nutzung von Cookies zu untersagen.

Wir als Ihr technischer Dienstleister stehen Ihnen gerne sowohl beratend, als auch bei der Installation und Einrichtung unseres Cookie-Richtlinien-Plugins für neue und Bestandsseiten zur Verfügung.
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