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Juli 2015

Webbrowser im Check - Welcher Browser ist der Beste?

Sie haben ihn ganz bestimmt, egal ob auf Ihrem dem Desktop-PC, auf dem Tablet oder Smartphone. Tag für Tag nutzen Sie ihn auf der Arbeit, zu Hause oder von unterwegs - den Webbrowser.

Woran erkennt man einen guten Browser? Was kann eigentlich der neue Edge von Windows? Diese und einige weitere interessante Fakten werden wir nun im folgenden Beitrag klären.

Das Wort Webbrowser oder einfach nur Browser, geht aus dem englischen Verb „to browse“ hervor, was so viel wie „blättern“ oder „schmökern“ bedeutet. Webbrowser sind spezielle Software-Programme zum Betrachten von Webseiten und gehören zu dem am häufigsten genutzten Programmen eines Computers. Noch vor wenigen Jahren waren die Funktionen eines Browsers lediglich auf das Anzeigen von Texten und Bilder beschränkt. Doch im Laufe der Zeit kamen immer mehr Features hinzu, wie beispielsweise das Abspielen von Musik oder Videos, Spielen von Browsergames, Videotelefonie, Chats, Apps und noch viele weitere Funktionalitäten. Durch den stetig wachsenden Markt an mobilen Endgeräten, gab es für die Anbieter von Webbrowsern, Jahr für Jahr einen deutlichen Userzuwachs. Heutzutage werden die meisten Webseiten mit einem Desktop-PC, Laptop, Tablet oder Smartphone aufgerufen. Die Zahl der internetfähigen Endgeräte ist steigend.

Die Funktion eines Browsers ist einfach beschrieben. Nach Eingabe einer Webadresse im Browser, findet ein Datenaustausch zwischen dem Webserver und Browser statt. Der Webbrowser fordert nun über das HTTP (Hypertext Transfer Protocol) den Server auf, eine Webseite zu senden. Wurde die Webadresse korrekt eingeben und die Seite auf dem Server gefunden, sendet dieser die HMTL-Daten an den Browser. Diese HTML-Dateien und alle dazugehörigen Elemente werden in einem Zwischenspeicher (Cache) auf der Festplatte gespeichert und von dort aus geladen. Jede HTML-Datei wird nun von oben nach unten gelesen und in einer Datenstruktur ausgegeben, welche der Browser in Text, Farben und auch Bildern an den richtigen Positionen visuell umsetzten/wiedergeben kann.

Heutzutage bestehen Webseiten jedoch nicht nur aus HTML-Codes, sondern auch aus CSS-Dateien (Cascading Style Sheets). Die HTML-Dateien enthalten logische Strukturen eines Textes mit Überschriften und Absätzen. CSS-Daten sorgen für die Formatierung unterschiedlicher Schriftarten, Größen, Farben etc. und geben die Positionierung von Textblöcken und Bildern an. JavaScript sorgt dann noch für Dynamik auf den Webseiten, welches uns komplexe Webanwendungen wie Text- und Fotobearbeitungen ermöglicht.

Plug-Ins wie Flash, Java oder Adobe Reader übernehmen dann Dinge, die der Browser selbst nicht umsetzten bzw. anzeigen kann.

Auf dem Markt tummeln sich die verschiedensten Internet-Browser. Ganz vorne im Rennen sind dabei bekannte Namen wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Safari oder der Internet Explorer. Oftmals fällt die Wahl nach dem schnellsten, sichersten und benutzerfreundlichsten Browser gar nicht so leicht. Wir möchten Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen und geben Ihnen einen kurzen Überblick zu den gängigsten Browsern.

Die nachfolgenden Grafiken zeigen den Marktanteil der einzelnen Webbrowser deutschlandweit:

1. Statistik aus der Quelle: browser-statistik.de

Browser						Marktanteil in %
Mozilla Firefox					34.3%
Google Chrome					25.1%
Safari							18.6%
Internet Explorer					13.2%
Iron								3.9%
Android Browser					2.9%
Opera							1.7%
UC Browser						0.2%
Edge							0.01%
Vivaldi							0.01%


Quelle: https://www.browser-statistik.de – Stand 22.07.2015

2. Statistik aus der Quelle: w3schools.de

Browser						Marktanteil in %
Google Chrome					64.8%
Mozilla Firefox					21.3%
Internet Explorer					7.1%
Safari							3.8%
Opera							1.8%


Quelle: http://www.w3schools.com/browsers/browsers_stats.asp – Stand 23.07.2015

Wie man sieht unterscheiden sich die beiden Statistiken fundamental. Für eine genaue Statistik müssten die verschiedensten Webseiten aus den unterschiedlichsten Bereichen (Argrar, IT, Bildung/Wissenschaft, Konsum usw.) ausgewertet werden. Der Landwirt von neben an, wird höchstwahrscheinlich noch mit einem etwas in die Jahre gekommenen Internet Explorer die weiten des Internets durchstöbern. Der Schüler wird mit seinem Tablet wohl eher mit Chrome, Safari oder einem anderem Browser die Welt des WordWideWeb unsicher machen.

Einer der mit am häufigsten genutzen Browser ist momentan Google Chrome. Google Chrome ist ein Webbrowser des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. und kam im Gegensatz zu Mozilla Firefox ca. 6 Jahre später auf den Markt. Zu Beginn gab es den Browser nur für Betriebssysteme von Windows, später aber auch für Systeme wie Linux und Mac OS X. Eine Stärke des Browsers ist die Geschwindigkeit. Durch Tabs (Reiter), die in sich geschlossene Prozesse sind und losgelöst voneinander arbeiten, soll vermieden werden, dass ein einziger Reiter die Leistung des gesamten Browsers in Mitleidenschaft zieht. Der User hat die Möglichkeit einen einzelnen Reiter, welcher dem Prozessor gerade besonders viel Leistung abverlangt, durch die Tastenkombination Shift + ESC einzeln zu beenden. Alle anderen Reiter bleiben geöffnet. Durch das Einbeziehen von Sicherheitsfachleuten, sowie einer Community welche ständig daran arbeiten Sicherheitslücken aufzudecken und zu beheben, gilt Google Chrome als einer der sichersten Browser. Google bietet mit Chrome etlichen Usern die Möglichkeit, den Browser auf Android-/ und Apple-Smartphones, sowie auf Tablets zu nutzen.

Mozilla Firefox ist nach dem Internet Explorer der zweitälteste Webbrowser und wurde im Jahre 2002 offiziell ins Leben gerufen. Ein großer Vorteil des Browsers ist, dass er von einer weltweiten Gemeinschaft immer wieder weiterentwickelt wird und somit Sicherheitslücken schnell entdeckt und behoben werden können. Jede neue Firefox-Version wird vorab als Beta-Version zur Verfügung gestellt und kann daher schon vor dem offiziellen Release ausgiebig getestet werden. Zudem zeichnet sich der Browser durch seine große Auswahl an praktischen Erweiterungen aus, sodass standardmäßige Funktionen beliebig erweitert werden können. Beispielsweise ist es dem User möglich, Adblock Plus gegen aufdringliche Werbung oder andere praktische Addons zu integrieren. Angenehm ist die sehr übersichtliche Oberfläche, welche verständlich und durchaus überschaubar angeordnet ist. Zudem kann Mozilla Firefox auch Problemlos auf Android-Smartphones genutzt werden. Angeboten wird die App im Playstore, wo sie kurzerhand runtergeladen und installiert werden kann.

Kommen wir nun zum Safari, aus dem Hause Apple. Veröffentlicht wurde der Browser im Jahre 2003 und konnte sich im Laufe der Zeit sehr gut auf dem Markt etablieren. Mit Einführung der 3. Version, hatten auch Windows-User die Möglichkeit den Browser (vorerst als Beta-Version) zu nutzen. Mittlerweile hat Apple insgesamt 8 Weiterentwicklungen herausgebracht. Seit dem 30.06.2015 gibt es Safari 9 als Vorabversion. In Punkto Internet-Sicherheit und Browser-Schnelligkeit, ist Safari auf dem Mac zum Beispiel die erste Wahl. Auf anderen Betriebssystemen sieht etwas anders aus. Hier haben Webbrowser wie Google Chrome, Mozilla Firefox oder auch der Internetexplorer die Nase vorn. Optisch gesehen ist Safari an den Wettbewerb angelehnt. Registerkarten (Tabs) werden vom Safari auch unterstützt, lediglich die Lesezeichen- und Favoritenliste findet man, nicht wie vielleicht gewohnt im oberen Teil des Fensters, sondern gut geordnet am Seitenrand. Apple bietet seinen Nutzern den Safari schon standardmäßig auf Mac, iPad, iPhone und Co. an. Alle anderen Webbrowser müssen im Appstore erst einmal heruntergeladen werden.

Nicht nur Apple, sondern auch Microsoft hat seinen eigenen Browser unter dem Namen Internet Explorer (IE) auf den Markt gebracht. Der IE erschien im Jahre 1995 exklusiv für das Betriebssystem Windows 95 und ist sozusagen das Urgestein unter den Webbrowsern. Die erste Version (Version 1.0) war ca. 1 MB groß und konnte zum Zeitpunkt noch keinerlei Bilder und andere Medien anzeigen. Heutzutage ist der Internet Explorer ein Standardprogramm eines Windows-Betriebssystems. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Webbrowser auf dem Markt geschwemmt und haben den IE allmählich vom Thron gestoßen. Aufgrund der eher mäßigen Usability, Geschwindigkeit und Sicherheit ging der Trend eher zur Konkurrenz. Microsoft hat dieses Problem erkannt und immer wieder neue Versionen angeboten – Leider mit mittelmäßigen Erfolg. Das soll sich nun mit dem neuen Microsoft Edge Browser ändern. Parallel zum neuen Betriebssystem Windows 10 wurde dieser im März 2015 als „Vollversion“ veröffentlicht und soll den Internet Explorer auf PCs, Tablets und Smartphones ablösen. Derzeit kann man Microsoft Edge nur als Teil von Windows 10 testen. Eine Version für Windows 8/8.1 wird es möglicherweise auch bald geben. Mit dem neuen Browser können PDF-Dokumente direkt, auch ohne Zusatz-Tools, gleich im Browser angezeigt werden. Um technisch mit den größten Konkurrenten Chrome und Firefox mithalten zu können, haben die Entwickler kräftig weiterentwickelt. So sollen sich Webseiten deutlich schneller aufrufen lassen und die Bedienerfreundlichkeit optimiert worden sein. Um sich aber ein genaues Bild über den „Neuen“ verschaffen zu können, müssen wir uns noch bis Ende Juli gedulden. Erst dann kommt die Offizielle Version mit allen durch Windows angekündigten Features raus.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die restlichen Browser aus der Statistik. Hier sehen wir Namen wie Iron, Android-Browser, Opera, UC-Browser oder Vivaldi. Diese Browser sind ihren Vorreitern alles in allem sehr, sehr ähnlich und versuchen sich sukzessive am Markt zu etablieren.

Fazit: Die Auswahl an Webbrowsern ist sehr groß und hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel vom Endgerät und dem darauf installierten Betriebssystem. Natürlich spielen auch die eigenen Ansprüche an einen Browser eine fundamentale Rolle. Um flüssig laufende Webseiten gewährleisten zu können, sollten regelmäßige Browserupdates durchgeführt werden. Diese Updates beugen auch Sicherheitslücken vor.
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