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Mai 2014

Google Analytics wird zu Universal Analytics
Wann macht ein Wechsel Sinn?

Universal Analytics, welches vor etwa 2 Jahren durch Google präsentiert wurde, ist der Nachfolger des wohl bekanntesten Webanalyse-Tools „Google Analytics“. Wir sagen Ihnen, worauf es ankommt und ob ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist.

Universal Analytics verfügt über neue Messmethoden zur Datenermittlung. Mit diesen neuen Methoden kann das Verhalten eines Benutzers auf mehreren Endgeräten bzw. über mehrere so genannte „Channels“ hinweg verfolgt werden. In der herkömmlichen Version ist es nicht möglich, das Surfverhalten dieser Benutzer korrekt und zusammenhängend zu erfassen.

Ein konkretes Beispiel:
Wenn ein Webseiten-Besucher Ihre Webseite zunächst mit seinem Notebook öffnet und später mit seinem Smartphone erneut besucht, wird er bei Google Analytics mehrmals (nämlich zwei Mal) erfasst.

Damit Google die Webseitenbesucher zwischen den verschiedenen Geräten zuordnen kann, ist es notwendig, dass das auf der Webseite verwendete System (z.B. ein CMS wie Typo3 oder Wordpress) mit weiteren Informationen aushilft. Dies könnte z.B. die Benutzerkennung sein, wenn sich ein Benutzer auf der Webseite einloggt.

Ein konkretes Beispiel:
Wenn ein Webseiten-Besucher Ihre Webseite zunächst mit seinem Notebook öffnet, sich dort dann mit seinen Benutzerdaten einloggt und diese dann später auch mit seinem Smartphone besucht und sich dort ebenfalls einloggt, wird er bei Google Analytics nur noch einmal zusammenhängend erfasst.

Natürlich gibt es neben dem Login auch noch andere Metriken, die zur eindeutigen Identifikation eines Users über mehrere Geräte hinweg genutzt werden können. In Universal Analytics wird der Benutzer nur noch einmal gezählt. Je nach CMS ist dies mit etwas mehr oder etwas weniger Programmieraufwand verbunden.

Ein weiterer Vorteil von Universal Analytics ist das Tracking ohne Tracking-Cookies. Dadurch werden Benutzer, die Cookies deaktiviert haben, oder diese regelmäßig löschen weiterhin ohne Probleme erfasst.

Kleinere Änderungen betreffen auch den weiteren, nebensächlicheren Funktionsumfang: Aktuell bietet Google Analytics in der kostenlosen Version 5 und in der kostenpflichtigen Version 50 benutzerdefinierte Variablen. Universal Analytics bietet in der kostenlosen Version 20 und in der kostenpflichtigen 200 Variablen. Benutzerdefinierte Dimensionen können eingesetzt werden, um Daten zu analysieren, die Universal Analytics nicht standardmäßig misst. Außerdem ist auch ein Tracking von Offline-Daten (Print-Kampagnen, TV-Spots, Radio-Spots) durch externen Datenimport möglich.

Wie schaut es Datenschutztechnisch aus?
Google weist darauf hin, dass sich in Bezug auf den Datenschutz erst einmal nichts ändern wird. Bei Universal Analytics werden sogar deutlich weniger Daten (Cookies) auf dem Client gespeichert, als bei Google Analytics. Zudem wird die Möglichkeit angeboten, völlig ohne Cookies zu tracken.

Für das klassische Google Analytics werden nun keine neuen Features mehr entwickelt, weshalb geraten wird, schon jetzt auf Universal Analytics umzustellen. Als Ihr technischer Partner weisen wir aber darauf hin, dass eine sofortige Umstellung kein Muss ist. Google Analytics läuft vorerst wie gewohnt weiter. Darüber hinaus sollte man sich überlegen, ob eine Umstellung überhaupt Sinn macht. Denn wer eine sehr anspruchsvolle Google-Analytics-Einbindung mit vielen Sonderkonfigurationen wie Event-Tracking oder virtuellen Seitenaufrufen nutzt muss mit entsprechenden Kosten rechnen. Ist also in nächster Zeit sowieso ein Relaunch geplant, wartet man besser ab. Bei neuen Webseiten lohnt es sich aber natürlich, Universal Analytics direkt schon einzubinden.

In unbestimmter Zukunft muss gezwungenermaßen auf das neue Tool umgestellt werden. Wir informieren Sie aber frühzeitig, wenn das alte Analytics abgeschaltet wird und sind Ihnen dabei gerne behilflich, die Migration auszuführen.
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