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November 2014

Mythos websichere Farben
Die Web-Palette für Farben im Internet

Sie arbeiten schon länger im Webdesign? Dann haben Sie sicher auch schon von den so genannten „websicheren Farben“ gehört. Wissen Sie auch, was es damit auf sich hat und warum Designer immer gebeten wurden, nur diese Farben zu nutzen?

Bevor ich Ihnen sagen werde was es mit diesem Mythos auf sich hat, sollten Sie folgendes wissen: Websichere Farben gibt es nicht. Vergessen Sie bitte alles, was Sie darüber gehört haben und nutzen Sie jede beliebige Farbe im Webdesign!

Anfang der Neunziger Jahre war es durch die damalige Hardware-Ausstattung üblich, dass Grafikkarten nur maximal 256 verschiedene Farben darstellen konnten. (Diese Grafikkarten hatten einen Speicher von 8 Bit, also konnten 2^8 = 256 verschiedene Farben dargestellt werden) Alle weiteren Farben wurden durch (halbwegs) intelligentes Mischen angenähert, was von System zu System unterschiedliche Farbdarstellungen ergab.

Deswegen führte man eine "websichere Farbtabelle" ein, die nur Farben enthielt, die nicht angenähert werden müssen. Farbwerte aus dieser Tabelle sollten auf unterschiedlichen Systemen deshalb gleich dargestellt werden.

Heutige Computer sind mit Grafikkarten ausgestattet, die mindestens 24 Bit Farbtiefe wiedergeben können, also ein Farbspektrum von 16,7 Mio. Farben ausgeben. Alte Grafikkarten mit 8 Bit Farbtiefe sind heute ausgestorben.

Machen Sie sich deshalb keinen Kopf um "websichere Farben". Sie können sich dank moderner Computer farblich frei austoben. In der heutigen Zeit kommt es vor allem durch unterschiedliche Produktionsarten von Monitoren zu farblichen Abweichungen. Dagegen können Sie aber als Designer nichts weiter unternehmen.
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